Weihnachten in Australien

Auch wenn wir es nicht für Möglich hielten, hatte unser Weihnachtsfest hier am anderen Ende der Welt doch so einiges was an Weihnachten wichtig ist, damit meinen wir zum Beispiel, gutes Essen und einen Weihnachtsbaum.
Anders als in Deutschland feiern die Australier jedoch nicht am 24.12. sondern erst einen Tag später. So hatten auch wir am 24.12. nicht wirklich viele Gründe zum Feiern und arbeiteten den ganzen Tag über in der Brauerei. Den eigentlichen Weihnachtsfeiertag hatten wir dann jedoch nur für uns und so starteten wir gegen Mittag eine Kochaktion in Margaret River, in einem herrlichen Park.

Auf dem Speiseplan standen deutsche Knödel (von Pfanni, die haben wir uns im Oktober aus Deutschland mitgebracht), Rotkraut, ein Hühnchen und natürlich Bratensoße. So weit so gut, die Zutaten für dieses Festmahl ließen sich ziemlich einfach in den umliegenden Supermärkten besorgen, die Zubereitung lag jedoch an uns. Da wir auf unserem Campingkocher nur eine funktionierende Flamme hatten, gestaltete sich das alles etwas schwierig. Zum Glück gibt es hier in Australien überall kostenlose Gasgrills, so kochten wir dieses Jahr unser Weihnachtsessen also einfach auf einem Grill.

Sogar ein paar Enten aus dem Margaret River fanden den Weg zu uns und schauten neugierig zu.

Geschmeckt hat es dann auf jeden Fall mindestens so gut wie zu Hause und so fing unser Weihnachtstag schon mal super an.

Für den Nachmittag hatten wir eine Verabredung mit zwei Freunden aus der Brauerei. Wir wollten mit ihnen und noch weiteren Bekannten, wie es für Australier so üblich ist, am Strand feiern. Hierfür suchten wir uns den Cowaramup Beach aus, der in einer herrlichen Bucht gelegen ist. Die beiden trudelten dann mit etwas Verspätung mit einer Horde weiterer Leute und sogar einen Weihnachtsbaum ein.

Wir haben keine Ahnung wo die hier so ein Bäumchen bekommen haben, auf jeden Fall konnte nun die Party  los gehen.

Jeder hatte ein paar Getränkchen dabei und so stieg zum Abend hin auch immer mehr die Stimmung. Auch an musikalischer Unterhaltung fehlte es uns nicht, es waren einige Musiker in der Runde die zum  Sonnenuntergang ihre Gitarren aus den Autos zogen loslegten.

Auch wenn dieses Weihnachtsfest wirklich ganz anders war als jedes Weihnachten was wir zuvor kannten, war es dennoch ein wahnsinnig toller Tag.
Leider stand der 2. Weihnachtsfeiertag wieder ganz im Zeichen der Arbeit, es hieß wieder Leute bedienen und Bierzapfen was das Zeug hält. Wir arbeiteten von Früh um 11Uhr bis zum bitteren Ende gegen 18Uhr, sind zwar nur 7h aber brachte uns wirklich viel Geld in die Reisekasse. Da der 26. hier auch als Feiertag zählt, bekamen wir das Doppelte an Stundenlohn und so verdiente jeder von uns ca. 300$ an nur einem Tag. Auch in den nächsten Wochen sieht es nach viel viel Arbeit für uns aus, die Schichtpläne versprechen sehr stressige Wochen mit nur sehr seltenen freien Tagen aber das ist ja das was wir wollten und Spass macht‘s auch dazu…

 
 
bis die Tage, Anne & Stefan :)

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