2700 km in 3 Tagen

Hallo Leute, seit wir wieder von Bali zurück sind, ist zumindest Kilometertechnisch so einiges passiert. In nur kurzer Zeit fuhr unser Barni nämlich in drei Bundesstaaten Australiens und das ist mehr als die Strecke von London nach Moskau. 
Wir starteten unseren Road Trip von Perth direkt am Morgen nach unserer Rückkehr. Zunächst einmal hieß unser Ziel Adelaide, hierzu mussten wir  uns knapp 2700 km durch die Einöde quälen.
Wer denkt, Australien sei immer nur aufregend und man könnte immer etwas erleben liegt falsch. Hier gab es wirklich rein gar nichts zu erkunden. Den im letzten Post erwähnten „Wave-Rock“ mussten wir leider auch auslassen, da er zu weit abseits unserer Strecke lag. Es ging vorbei an einigen ausgetrockneten Salz-Seen, unendlich langer Straßen lagen vor uns und das Thermometer zeigte mehr als 40 Grad an.

 

 

Da in unserem Barni leider keine Klimaanlage funktioniert, bahnte sich also eine wirklich schwierige Fahrt an. Wir versuchten so viele Kilometer, wie nur möglich, am Tag zu bewältigen und schnellstmöglich wieder in der Zivilisation anzukommen. Auf halber Strecke überquerten wir die Grenze  von „Western Australia“zu „South Australia“. Weiter ging die Fahrt, vorbei an massig toten Kängurus und sonst… nichts!
Nach knapp 3 Tagen erreichten wir dann wirklich voller Zufriedenheit Adelaide. Hier planten wir nur einen kurzen Stopp um unsere Registrierung für Barni zu verlängern. Wir dachten, dass dies an einem Tag gut zu bewältigen sein müsste, wir haben die Rechnung jedoch ohne die Bürokraten gemacht, die gibt’s nämlich nicht nur in Deutschland. Da wir keine feste Adresse hier in Australien haben, schickten sie uns von einem Büro ins andere und wollten  uns sogar zeitweise überhaupt keine Registrierung geben. Nach einem großen hin und her bekamen wir dann doch unsere neuen Nummernschilder und wie immer war dieser ganze Ärger mit den Ämtern umsonst.

 

Nachdem wir hierfür also ziemlich viel Zeit verplempern mussten, blieb nicht mehr all zu viel um die Stadt zu erkunden. Wir schlenderten mal durch die Fußgängerzone und erkundigten uns im Informationscenter über die Umgebung. Normalerweise war ein Ausflug auf die nahegelegene Insel „Känguru Island“ geplant, allerdings erfuhren wir von der netten Dame aus dem Center, dass es sich kaum noch lohnt dort hin zu fahren! Sie erzählte das es viel zu teuer geworden sei und auch die dort lebenden Pinguine sollen momentan von den vielen Touristen verdrängt worden sein. Sonst hat Adelaide Unmengen an Weingütern zu bieten, da wir allerdings die letzten drei Monate in einem Weingebiet arbeiteten interessierte uns dies eher weniger.
Ein kleiner Stopp in den Weinregionen musste dann aber doch noch sein, mitten in den Adelaide Hills gab es ein kleines Nest namens „Hahndorf“, welches die älteste deutsche Siedlung in Australien ist.
Hier gab es Unmengen an „deutschem Kram“. Manchmal mussten wir hier schon ein wenig schmunzeln. Die Australier verbinden mit Deutschland nämlich nur die Bayrische Landesflagge, Bier und Wuerstchen. An dem Örtlichen Gasthaus kamen wir dann jedoch auch nicht vorbei. Dort gab es original importiertes Bier (Maß kostete 22$) und das wollten wir uns dann doch nicht entgehen lassen.

 

Da South Australia ziemlich klein ist ueberquerten wir gerade eben auch schon die Grenze zu Victoria, der 6 und auch letzte Bundesstaat den wir auf unserer Australien-Reise besuchen werden. Auf dem Weg dorthin fuhren wir noch durch die kleine Stadt Mt. Gambier und trauten unseren Augen nicht als wir dort den „Blue Lake“ besuchten. Wieder einmal verschlug uns die Wasserfarbe den Atem. Dieser See machte wirklich seinem Namen alle Ehre, er verzaubert im australischen Sommer seine Besucher mit einer wirklich brutal unnatürlichen blauen Farbe. Dieser Effekt wird durch irgendwelche Gase und Teilchen hervor gehoben. Wir hoffen unser Bild kann die Eindrücke irgendwie richtig wiedergeben.
In ein paar Tagen erreichen wir die Great Ocean Road, ein Ziel auf das wir schon seit langer Zeit hin fiebern und wir freuen uns riesig auf die kommenden Tage.
bis bald, Anne & Stefan…

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