Unsere ersten Tage in Neuseeland

Nachdem wir eine ganze Ewigkeit am  Flughafen in Melbourne verbrachten, ging unser Flieger nachts um 12 Uhr endlich Richtung Christchurch. Wie viele von euch wissen gab es im letzten Jahr ein  Erdbeben in dieser Stadt, wir waren sehr gespannt in wieweit sich die Stadt erholt hatte.
Da wir allerdings morgens um 5 Uhr völlig erschöpft am Flughafen ankamen, wollten wir erstmal so schnell wie nur möglich ins Hostel. Wir wissen nicht ob es an diesen krassen Temperaturunterschieden lag aber wir waren nach diesem kurzen 3 stündigen Flug unheimlich kaputt, so verbrachten wir den kompletten ersten Tag in unserem Zimmer und schliefen uns so richtig aus. Zwischendurch überlegten wir uns allerdings auch wie wir unser Reise hier in Neuseeland gestalten wollen. Da wir Hostels einfach nicht mögen und sie auch ziemlich teuer sind kam diese Möglichkeit für uns schon mal nicht in Frage. Wir schauten uns also im Internet nach Mietwagen um. Jedoch merkten wir auch hier, dass dies einfach keine Variante für uns sein kann. Erstens sind auch diese Mietcamper unheimlich teuer und zweitens ist es uns einfach zu riskant. Nachdem wir uns das Kleingedruckte mal genau durchgelesen haben fiel uns für die ganze Sache nur noch das Wort `Abzocke` ein. Die Versicherungsbedingungen für die meisten solcher Autos sind einfach nur eine Lachnummer. Man bezahlt einen Haufen Geld für die Versicherung und im Schadensfall muss man immernoch 1000 Dollar oder mehr selbst bezahlen. Da uns dies also auch zu unsicher war, blieb eigentlich nur noch eine aller letzte Möglichkeit und zwar der Autokauf. Genauso wie in Australien wollten wir einfach ohne Sorgen das Land unsicher machen und gleichzeitig immer eine Schlafmöglichkeit im Auto haben. Wir sahen uns also noch am ersten Abend im Internet nach brauchbaren Angeboten um und schrieben noch in derselben Nacht einige Leute an um ein Treffen zu vereinbaren. Als wir am nächsten Morgen aufwachten und auf unser Handy schauten, hatten wir massig Rückantworten. Nach einem kurzen hin und her hatten wir für den Vormittag schon zwei Besichtigungstermine an unserem Hostel vereinbart und mussten nur noch warten bis die Autos eintrudelten. Das erste Gespräch war allerdings ziemlich eigenartig. Der Typ mit dem wir uns verabredet hatten, kam mit Jogginghosen, einem weißen Unterhemd und hatte eine Platzwunde am Kopf die ziemlich blutete. Das Auto um das es ging, hatte er komischer Weise auch nicht dabei. Er erklärte uns, dass wir mit ihm mitfahren könnten und er bringt uns zu einem Auto was zum Verkauf steht. Wie ihr euch Vorstellen könnt, mussten wir da nicht lange rum überlegen. Wir sagten ihm, dass wir gleich noch ein anderes Gespräch haben und dann sind wir einfach wieder ins Hostel.  Es gibt schon verrückte Typen auf dieser Welt. Das nächste Treffen lief allerdings schon besser ab. Ein nettes Pärchen aus England zeigte uns ihren  kleinen Campervan mit dem sich die letzten 5 Monate durch Neuseeland reisten. In einem kurzen Gespräch erzählten sie uns, dass sie das Auto so schnell wie Möglich verkaufen müssen und seit Tagen keinen Interessenten gefunden haben. Dies war natürlich ein riesen riesen Fehler von den beiden. Nachdem uns das Auto ziemlich gut gefiel, handelten wir  natürlich was das Zeug hielt. Eigentlich war das Auto schon für einen ziemlich guten Preis von 2000 Dollar angeboten, wir schafften es jedoch irgendwie sie bis 1100 NZ-Dollar zu drücken.  Natürlich ist dieses Auto nicht im aller besten Zustand, wir hoffen allerdings einfach nur, dass es uns diese 4 Wochen in Neuseeland irgendwie durchbringt und so wäre es immernoch billiger als ein Mietwagen gewesen. 

 

Nachdem das also alles geklärt war, konnte schon am nächsten Morgen unser Road Trip los gehen.
Zuvor besuchten wir allerdings noch kurz die Innenstadt von Christchurch. Hier lagen noch immer komplette Bezirke in Trümmern. Unglaublich was dieses Erdbeben ein Jahr zuvor für Schäden angerichtet hat und wie sehr die Stadt auch heute noch unter den Geschehnissen leidet. Die Stimmung war irgendwie total angespannt, auch deshalb fanden wir es nicht angebracht uns mit unserer Kamera hinzustellen und Fotos zu machen.
Nachdem wir noch einige Vorräte für unsere Fahrt eingekauft hatten, legten wir endlich los. Wir entschieden uns zunächst Richtung Westen ins Gebirge, die „southern Alps“ zu fahren.  Das Ziel war der Mt. Cook Nationalpark der 22 Berge zu bieten hat die höher als 3000m sind. Auf dem Weg dorthin ging es vorbei an tollen Seen und atemberaubenden Landschaften die von Bergen umgeben waren.

 

 

 

 

Man fühlte sich wirklich in den Film „Herr der Ringe“, der in Neuseeland gedreht wurde, hineinversetzt.  Auf den Bildern kann man vielleicht erkennen, dass wir mit dem Wetter nicht ganz so viel Glück hatten. Es war grau, regnerisch und ziemlich kalt.

 

 

Allerdings soll sich das Wetter bis Morgen verbessern. Genau pünktlich für unsere Ankunft am Mt. Cook, den wir mit seinen über 3000m natürlich nicht versuchen werden zu besteigen. Allerdings werden wir uns morgen an den Muellers Hut heran wagen. Im Informationzentrum erzählte man uns, dass es das beliebteste Ausflugsziel der Umgebung sei und mit seiner Höhe von NUR ca. 1300 m leichter zu bezwingen. Da wir eher selten wandern, hört sich dies für uns nach ziemlichen Anstrengungen an. Normalerweise sollte der Aufstieg in nur 3 Stunden zu schaffen sein, mal schaun wie lange wir brauchen werden. Wir werden es euch auf jeden Fall wissen lassen.
 
Bis bald Anne & Stefan…

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