Tongariro Crossing

Hinter uns liegt der wohl unglaublichste Tag unserer bisherigen Reise aber alles nach der Reihe.

Nachdem wir mit der Fähre von Picton aus nach Wellington fuhren,

 

 

uns dort aber die Osterfeiertage überraschten, wir also nicht wirklich viel unternehmen konnten, legten wir einige weitere Kilometer zurück und erreichten vor zwei Tagen den kleinen Ort Namens Taupo am Great Lake Taupo. Hier erkundigten wir uns wiedermal im Infocenter was es hier und in der Nähe so zu sehen gibt und wurden schnell fündig. Nur 1 Fahrstunde entfernt gab es einen Wanderweg, der zu den Top 10 Wanderwegen der kompletten Welt gehört, in manchen Flyern ging man sogar soweit, das es der schönste der ganzen Welt sei, es handelt sich um das „Tongariro Alpine Crossing“ .
Es galt eine Strecke von ca. 20 km und ungefähr 800 Höhenmeter zu überwinden, dabei sollte man den Tongariro NP, der bekannt für seine unglaubliche Vulkanlandschaft ist, durchqueren. Leider war es nicht möglich den ganzen Weg zu bewältigen, weil ein Teil gesperrt war aber man konnte die Hauptattraktionen bis zur 10km Marke alle sehen und musste dann wieder umkehren. Da das für uns schon ziemlich gut klang und sich nach einer wirklichen Herausforderung anhörte, fakelten wir nicht lange und machten uns am selben Abend wieder auf den Weg Richtung Süden, wo wir eigentlich gerade her kamen. Da uns die Dame im Infortmationcenter ans Herz legte ziemlich zeitig am Morgen am Parkplatz des Ausgangspunktes zu sein (da es hier nur eine begrenzte Anzahl an Parkmöglichkeiten gibt), wollten wir am Abend zuvor eine Schlafmöglichkeit ziemlich in der Nähe finden und so übernachteten wir gleich auf einem kleinen Parkplatz im Nationalpark. Diesmal mussten wir wieder hoffen, dass es der Wettergott mit uns gut meint. Es regnete die komplette Nacht durch und wir hatten wirklich grosse Angst, dass unsere Wanderung wieder ins Wasser fallen würde. Der Wecker klingelte dann also ziemlich früh, um 5:30 Uhr, noch bevor die Sonne aufging, fuhren wir die letzten Kilometer bis zum Ausgangspunkt und die nette Dame hatte wirklich recht behalten, obwohl es noch so früh war, waren kaum noch Plätze frei! Wir warteten noch einige Zeit, machten Frühstück und suchten uns die richtige Kleidung für so einen Tag heraus. Da es die letzten Tage immer ziemlich warm war und die Sonne schien, dachten wir eigentlich nicht, dass wir die warmen Jacken und Hosen brauchen würden, einige Stunden danach allerdings waren wir heilfroh sie dabei gehabt zu haben, dazu später mehr. Um 7 Uhr morgens machten wir uns dann in der Dunkelheit auf den Weg. 




Die ersten Meter unserer 20 Km langen Wanderung gingen ziemlich leicht von der Hand und nach ca. einer halben Stunde ging am Horizont auch so langsam die Sonne auf. 


Sie verwandelte die komplette Umgebung einmal mehr in die Landschaft vom Film „Herr der Ringe“. 

Wir müssen zugeben, dass wir ihn noch nie gesehen haben aber nachdem wir hier in Neuseeland schon auf so viele Kulissen des Films gestoßen sind, können wir es kaum erwarten. Auch diese Landschaft diente tatsächlich als Schauplatz für einige Szenen. Der Vulkan den wir dort besichtigten, war der „Schicksalsberg“ im Film. Im richtigen Leben ist sein Name allerdings Mt. Ngauruhoe. Dort bestaunten wir erloschene Lavaströme und einen Fluss, den wahrscheinlich irgendwelche Mineralien komplett orange einfärben. 

Nachdem wir diesen Berg passiert hatten, ging es vorbei am South Crater und hoch auf den  höchsten Punkt unserer Wanderung. 
 
 
Der Aufstieg zum Red Crater (ca 1900m) war schon echt ein hartes Stück Arbeit. In dieser Höhe bläst einem ein wirklich eisiger Wind um de Ohren, deshalb waren auch die warmen Klamotten gold wert. 
 
 
Diese ganzen Strapazen haben sich allerdings dann wirklich gelohnt. Man hatte eine herrliche Sicht auf den „Schicksalsberg“, die Emerald Lakes, den Blue Lake und am unglaublichsten war der Blick in den Red Crater. 
 
 
Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus und konnten uns kaum an den fantastischen Aussichten satt sehen. Eine unglaublich unwirkliche Landschaft, man fühlte sich wie auf einem anderen Planeten. 
 
 
 
Mit diesen wunderschönen Eindrücken machten wir uns wieder auf den Rückweg und gingen an diesem Abend erschöpft und glücklich wirklich zeitig schlafen. 
 
Am nächsten Tag ging die Reise dann weiter Richtung Norden, wo die Stadt Tauranga, direkt am Ozean auf uns wartete. Unser Weg führte uns noch an einigen touristisch erschlossenen Vulkan- und Thermal-Parks vorbei,die wir uns aber dank unserer Wanderung einfach schenkten. In Tauranga kamen wir relativ spät am Nachmittag an, holten uns schnell noch einige Informationen im Touristcenter und schlugen dann unser Nachtlager im „McLarens Falls Park“ auf (liegt ca. 20km südwestlich der Stadt). Wir mussten hier nur 5$ pro Person zahlen und hatten fast einen ganzen Park für uns alleine. 

 
Durch den Park wanderten Schafherden zwischen den Autos umher und es wartete ein weiteres Highlight auf uns. Es gab einen ca. 20 minuetigen Wanderweg auf dem wir nach Sonnenuntergang tausende Glühwürmchen beobachten konnten, es war wie in einem Märchenwald. 
 
 
Es ist einfach unglaublich was Neuseeland alles zu bieten hat. Wir hätten nie gedacht das ein Land so vielseitig sein kann. Mittlerweile sind wir in auch schon in Auckland angekommen. Dies ist unsere letzte Station in Neuseeland und wir werden hier versuchen unser Auto wieder zu verkaufen. Am Wochenende gibt es in der Innenstadt zwei große Automärkte und wir hoffen natürlich darauf dort neue Besitzer zu finden. Wünscht uns Glück….



Anne & Stefan

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *